Nachschub

Allein bei mir vergammeln in diversen Schubladen vermutlich ein halbes Dutzend alter Handys, die eigentlich noch funktionieren – oder leicht wieder gangbar gemacht werden könnten. Selbst wenn moderne Games mit aufwändiger Grafik auf ihnen nicht mehr laufen würden, für rudimentäre Dinge wie Internetsurfen, Messengerdienste oder E-Mail taugen sie vermutlich noch. Doch es gibt einen Haken: Auch wenn die Hardware noch geht, heißt das noch lange nicht, dass man alte Smartphones noch nutzen kann. Die Hersteller der Betriebssysteme unterstützen alte Smartphones nämlich nicht mehr und stellen irgendwann keine Updates für das Betriebssystem zur Verfügung. Da sich Apps wie WhatsApp aber ständig weiterlesen

Im Namen des Volkes

Vor Gericht und auf hoher See sind wir in Gottes Hand … heißt es, wenn es um die Hilflosigkeit des Individuums vor Gericht geht. Doch nun muss das Sprichwort erweitert werden. Es muss lauten: Vor Gericht, auf hoher See und im Streit mit sozialen Netzwerken sind wir in Gottes Hand. So ergeht es nämlich gerade dem Hacker-Kollektiv Anonymous. Sie kämpfen gegen Twitter. Für ihr Recht. Und zu Recht, wie ich finde. Der Sachverhalt in aller Kürze: Der berühmte Vegan-Koch Attila Hildmann hat über soziale Netzwerke – übrigens lange Zeit unbehelligt – neben dem Aufruf, einen Politiker zu töten, auch antisemitische weiterlesen

Darf ich Sie mal was fragen?

In den Wochen vor der Bundestagswahl hatte eine Berufsgruppe Hochkonjunktur: Die … ja wie heißen die eigentlich? Die, die Umfragen machen. Die meine ich. Umfragen kann man auf verschiedene Arten machen. Man kann Leute anrufen und ausfragen. Man kann sie anmailen und auf eine Umfragewebseite lotsen. Oder man kann sie auf der Straße ansprechen und befragen. Für viele Umfragen ist eine niedrige Teilnehmerzahl ein großes Problem. Insbesondere dann, wenn nicht nur die Anzahl der Befragten eine gewisse Menge erreichen soll, sondern diese Menschen auch noch den Durchschnitt der Bevölkerung darstellen sollen – wenn die Befragung also repräsentativ sein soll. Man weiterlesen

Mach mit!

Wer hat nicht schon über seinen Arbeitgeber geschimpft. „Saftladen! Ich kündige!“ Meistens war das Meckern zum Glück nicht nachhaltig, man bleibt ja dann doch… und kündigt nicht, trotz Androhung gegenüber den Kollegen. So manchen Unmut kann ich aber durchaus verstehen. Es gibt natürlich Firmen, die gar kein Interesse an einem/einer Mitarbeiter:in haben, sondern eine reine Arbeitskraft wünschen. Früher haben sich einige Firmeninhaber auch um das private Wohl ihrer Mitarbeiter:innen gekümmert. Ich denke zum Beispiel an Heinz Nixdorf, der nicht nur Aus- und Weiterbildungen förderte, sondern seinen Mitarbeitern und letztlich den Einwohnern der Stadt Paderborn gleich einen ganzen Sportpark vermachte. Work-Life-Balance ist weiterlesen

Sendeschluss

Aus. Schluss. Vorbei. Kurz nach Mitternacht war Sendeschluss im Fernsehen. Heute unvorstellbar, aber es gab doch tatsächlich Zeiten mit drei Fernsehprogrammen. Kurz nachdem die Nacht ihren Höhepunkt erreichte und am Kalenderblatt der neue Tag erschien, begann das fiese Fiepen. Ein durchgängiger Pieeeeeep auf 1KHz-Frequenz quälte ab dann das Trommelfell, solange das Testbild die Balken gerade halten konnte. Heute wird 24 Stunden durchgesendet. Und selbst wenn man das wegen der Qualität der gesendeten Programme manchmal möchte: Abschalten braucht heute niemand mehr. Denn das machen die Hersteller der TV-Geräte unter Umständen für uns – aus der Ferne. Im Juli dieses Jahres kam weiterlesen

Goldfinger

In Schweden gibt es praktisch kein Bargeld mehr. Schon seit vielen Jahren zahlen die fast ausschließlich mit der Geldkarte. Björn Ulvaeus, einer der Musiker von ABBA, probierte das Leben ohne Bargeld einmal in einem Selbtsversuch aus. Ein Jahr lang wollte er ohne Bargeld auskommen. Das ist ihm auch gelungen. Probleme gab es wohl nur bei der Entnahme von Einkaufswägen in Supermärkten. Die forderten partout eine 5-Kronen-Münze und lehnten Kartenzahlung ab. In Deutschland ist es immer noch eher umgekehrt. Kartenzahlung wird selbst in vielen Taxis noch ungerne genommen und als Kunde sollte man den Chauffeur daher vor dem Einstiegen fragen, ob weiterlesen

Balanceakt

Elon Musk kennen Sie vermutlich. Aber kennen Sie auch Peng Zhihui? Das sollten Sie aber, denn die zwei Herren sind aus der gleichen Branche. Also zu Hälfte. Aber der Reihe nach. Neben diversen Projekten unter und über der Erde ist Elon Musk das Gesicht von Tesla. Einem vierrädrigen Auto, das nicht nur elektrifiziert fährt, sondern auch von ganz allein. Tesla Autopilot nennt sich das System und ich habe schon öfter darüber berichtet. Ein Tesla kann selbständig von A nach B fahren. Es gibt dutzende Videos auf YouTube in denen sich Menschen filmen, die schlafen oder lesen– während ihr Auto auf weiterlesen

Schweine im Weltraum

Schweine im Weltraum war neben dem Dänischen Koch mein Lieblingssketch in der Muppet Show. Heute fliegen nicht nur Schweine ins Weltall, sondern auch Milliardäre. Es gab und gibt aktuell einen Wettlauf dreier Milliardäre darum, wer zuerst mit seinem eigenen Raumschiff ins Weltall fliegt. Jeff Bezos von Amazon, Richard Branson von Virgin und Elon Musk von Tesla, SpaceX, Hyperloop und vielen weiteren Firmen sowie ehemals PayPal. Branson und Bezos waren vor wenigen Tagen bereits im Weltraum. Branson erreichte eine Höhe von 86 Kilometern, während sich Bezos – vermutlich Dank Amazon Prime – sogar 106 Kilometer in die Höhe schraubte. Elon Musk weiterlesen

Ich glaube nur, was ich sehe

Ich glaube nur, was ich sehe. Diesen Satz haben Sie sicherlich schon einmal gehört oder gesagt. Auch ich habe ihn als junger Mensch häufiger genutzt, wenn ich meinen Kumpels in der Schule erklärt habe, warum ich nicht katholisch oder evangelisch bin, sondern in „Ethik“ gehe. Damals versuchten die Jünger der Gemeinde mir dann zu erklären, dass da mehr ist – und der Satz einfach falsch sein muss. Und wissen Sie was, heute weiß ich, dass diese Menschen Recht haben! Auch wenn es ganz anders gemeint war. Die Fälschungsmöglichkeiten von Bildern und Videos sind mittlerweile nämlich derart gut geworden, dass man weiterlesen

Meilensteine des Mobilfunks

Als Martin Cooper 1973 den Prototypen des allerersten Handys testete, wusste er nicht, wen er anrufen sollte. Er wählte letztlich die Nummer seines größten Konkurrenten, damit dieser als Erster erfuhr, dass Coopers Team bei Motorola das Rennen um die erste Entwicklung eines tragbaren Telefons gewonnen hatte. Es blieb nicht die einzige erheiternde Anekdote, die die Entwicklung des Mobilfunks mit sich brachte.  Im ersten Mobilfunknetz gab es maximal 11.000 Teilnehmer – und keine Telefonnummern. Wollte man mit jemandem sprechen, hob man ab und sagte den Namen dieser Person. Dann wurde man händisch verbunden und konnte bereden, was zu bereden war. Eine weiterlesen